Herzlich willkommen auf den Seiten der Philopoesie von Sabine Burkhardt.

Ich wünsche Ihnen anregendes Verweilen.


Heimat als... Liebe zum Globus

"Mein Land, unsere Erde" von Sebastiao Salgado
Die Philosophische Stunde von Sabine Burkhardt

Dienstag, 10.11.2020, 16:00-17:00 Uhr

Stadtbibliothek vhs Schwabach

Königsplatz 29A, 91126 Schwabach

Besser mit Anmeldung bei der VHS Schwabach: 09122 860-204 | Kurs-Nr. 204-10801/p>

Mehr Infos gibt es hier!


Liebe Philosophie- und Poesie-Begeisterte,

es geht mir verstärkt eine Redewendung durch den Kopf: Gemach, gemach. Ein bisschen altertümlich vielleicht. Sie erinnert mich an das Pole pole der afrikanischen Guides bei der Besteigung des dritthöchsten Berges in Tansania. Vor vielen Jahren war das, und der Klang ist mir immer noch im Ohr. Doch momentan ist es: Gemach, gemach.
Hier mal kurz die Definition bei Redensarten-index.de
[umgangssprachlich, altertümelnd; Das Wort "gemach" bedeutet "langsam, allmählich", wird aber in dieser Bedeutung fast nur noch in der oben genannten Redensart verwendet. Es geht auf althochdeutsch "gimah" zurück und bedeutete "passend, geeignet, bequem". Verwandt ist das Wort neben "gemächlich" auch mit den Wörtern "machen", "Gemach" (bequem und exklusiv eingerichteter Wohnraum) und "Ungemach" (Ärger, Unannehmlichkeit)]
Was hat eigentlich gemach mit Gemach zu tun, denke ich weiter…ein anderes Wort, das ich selten gebrauche. Im Grunde haben beide Wörter viel mit der Jetzt-Zeit zu tun.
Gemach ist mal wieder das Tempo der Stunde. Sonst droht Ungemach. In unseren Gemächern verbringen wir doch wieder viel mehr Zeit. Bequem und nicht unbedingt exklusiv eingerichtet. Aber ja, exklusiv im anderen Sinne: nicht zu viele Besucher sind zugelassen. Und dann, allmählich gehen wir wieder in neue Zeiten. Auch dieser Berg wird bestiegen werden, pole pole. Schritt für Schritt. Gemach, gemach.
Die nächste Philosophische Stunde in der Stadtbibliothek befasst sich mit einem weiter gefassten Begriff von Heimat. Der weltweit gefeierte und 2019 mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnete brasilianische Fotograf Sebastião Salgado bezeichnet in seinem Buch: Mein Land, unsere Erde sowohl sein Stück Land als auch die Erde selbst als seine Heimat. Sowohl die Würde als auch die Verletzlichkeit unseres Planeten hält er in spektakulären Schwarzweißbildern seit Jahrzehnten fest. Unseren Lebensraum zu bewahren, diesem Ziel hat sich der Fotograf auf vielen Ebenen verschrieben.
Am 10.11.2020 von 16:00 bis 17:00 Uhr findet die Veranstaltung statt.br
Bitte melden Sie sich kurz an, zur (für Sie) kostenfreien Veranstaltung bei der VHS: 09122-860-204 oder per Mail: vhs@schwabach.de.

Ihre Sabine Burkhardt


Das Band der Gesellschaft sind Vernunft und Sprache.

Marcus Tullius Cicero


Wenn die Maske fällt,

gibt es viel zu entdecken.

Dazu braucht es Mut.


Man merkt dieser Frau einfach mit jedem Wort und jeder Geste an, dass sie eine tiefe Liebe zur Sprache hat, dass es ihr eine große Freude ist, Gedanken auszudrücken.

Claudia Wunder, KulTour, Nürnberger Nachrichten